Lennys Auswärtstest #1: Bielefelder Alm

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Lennys Auswärtstest #1: Bielefelder Alm

Anreise:
Sehr schön mit Wochenendticket zu fahren (via Rotenburg/Minden oder Bremen/Osnabrück). Vom Hauptbahnhof zu Fuß ca. 20 Minuten, mit der U-Bahn (kein Scherz, hat BI wirklich) soll es laut der Aussage von Einheimischen noch schneller gehen (Linie 4 bis „Dr. Oetker Halle“). Nervig ist hier allerdings die Schmiere, die auswärtige Zugfahrer am Bahnhof kesselt und wenn alle Schäfchen anwesend sind den Mob in einer Art Quasi-Demo zum Stadion treibt. Wer also lieber noch woanders hin will sollte aus dem Zug steigen, Schal einpacken, an den grün-weißen ungerührt vorbei spazieren und den Schal wieder auspacken. Ein Hoch auf das ausgefeilte Sicherheitskonzept der Bielefelder Polizei!

Stadion:
Die Alm liegt auswärtsblockseitig inmitten einer reizenden Kleingartenanlage. Auf der anderen Seite befindet sich ein Wohngebiet. Für frühanreisende Sportsfreunde empfiehlt sich die Pinte „Linie 4“ in der Stapenhorststraße. Hier kann man gut noch einen trinken, im Sommer auch im Biergarten. Geht man von dort in Richtung Stadion und biegt in die nächste Straße nach rechts findet man an der nächsten Kreuzung einen türkischen Gemüsehöker mit Bierverkauf. Zu empfehlen für alle Dosenbierrumlungerer. Lustig auch der Opa, der seine Pizza lauthals feilbietet.

Gastronomie im Stadion:
Zuerst das größte Manko: Auch hier kann man natürlich aus „Sicherheitsgründen“ den Gästefans kein anständiges Bier verkaufen. Daher habe ich auch keine Preisvorstellung, was die alkoholfreie Plörre kostet. Die Bratwurst ist genießbar, aber löst keine Jubelstürme aus (EUR 2,30). Note 3-. Pommes gibt es auch, schmecken gut, sind aber aufgrund der überschaubaren Portion zu teuer (EUR 2,00). Note 2-.

Gästeblöcke:
Es gibt einen Steh- und zwei Sitzplatzblöcke für die Gäste. Die Preise liegen zwischen 9 und zumindest 25 Euro. Die Sicht im Stehplatzblock ist unterirdisch schlecht, der Block liegt am hintersten Ende der Stehplatzgerade (Block 7) und ist durch eine Plexiglasscheibe vom Rest der Stehplätze getrennt. Der Sitzplatzblock A2 (hinter dem Tor) hat ebenfalls so seine Tücken. Die untersten 7-10 Reihen haben einen wunderbaren Blick auf den Zaun und das zusammengerollte Ende des Fangzauns. Da sind die EUR 25 richtig gut angelegt. Weiter oben geht es. Im Block A1, direkt über A2, sollte die Sicht auch halbwegs ausreichen. Beim nächsten Mal könnte man sich aber lieber gleich ne Karte für den Block B oder C kaufen (direkt daneben). Da gibt es wenigstens reguläres Bier.
Alles in allem: Note 4-.

Stimmung:
Sehr schön enges Stadion, hier ginge einiges aber der Heimblock kommt nur selten aus sich heraus. Das könnte auch an den beschissenen Ergebnissen gegen uns gelegen haben, aber: „You only sing when you´re winning“ ist ja nicht das, was man sich als Heimfan so gerne anhört. Insbesondere beim letzten Spiel (0:2) war die Heimseite nach dem 0:1 so still, das die Arminia-Spieler vielleicht auch deswegen relativ schnell aufgaben.
Insgesamt: Note 4.

Fazit:
Die nette und stressfreie Atmosphäre zwischen Heim- und Gästefans lassen allerlei unschöne Dinge ertragbar werden. Alles in allem eine ganz schöne Auswärtstour.
Gesamtnote 3.



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