Lennys Auswärtstest #2: Parken, København

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Lennys Auswärtstest #2:Parken, København

Vorbemerkung:
Da wir erst einmal in diesem Stadion waren (FCK vs. HSV) erhebe ich auf alle Informationen keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Anreise:
Vom Kopenhagener Hauptbahnhof nimmt man eine der S-Bahnen, die in Østerport Station halten und steigt dort aus. Danach geht es rechts die Straße runter und immer den Pappnasen hinterher, die auch ins Stadion wollen (ca. 20 Minuten). Anfahrtsbeschreibungen für Autofahrer (und noch mehrere Bus – und Bahnverbindungen) findet man unter parken.dk. Eine Taxifahrt vom Stadtzentrum aus kostet ca. DKK 150.

Stadion:
Das Stadion liegt relativ zentral hinter Mietshäusern an einer großen Allee. Einige Bier – und Pølserbuden flankieren die eine der großen Geraden des Stadions, welche gleichzeitig auch den Block für Heimfans beinhaltet. Geht man hier bis zum Ende der Geraden folgt rechts eine Hintertortribüne, die offenbar als Gästesektor fungiert. Ob es anständige Kneipen in der Umgebung gibt? Keine Ahnung. Wir haben uns lieber im Zentrum vergnügt, dort findet man verschiedene Pubs und Kneipen für jeden Geschmack.
Zur Einlaßsituation nur folgendes: In Dänemark werden die Stadien offenbar erst eine Stunde vor Spielbeginn geöffnet. Das mag auch funktionieren wenn man Sonntags mittags gegen irgendwelche Bauernvereine aus Jütland spielt, deren Fans mit zwei Neunsitzern bequem anreisen können. Die Information über mehr als 5000 in Hamburg verkaufte Karten hätte für ein wenig Flexibilität bei den Verantwortlichen sorgen können, hat sie aber dummerweise nicht. Um noch einen drauf zu setzen stellt man vor dem offensichtlich einzigen Eingang ein Labyrinth aus Bauzäunen auf, um alle einzeln durchschleusen zu können (aus Sicherheitsgründen!!!). Dann macht man dieses eine Tor auch noch 5-10 Minuten zu spät auf.

Und jetzt für alle zum Mitraten:
a) Der Einlaß funktioniert reibungslos.
b)Die Leute werden sauer. Die Bauzäune werden über die Köpfe der anderen in den dahinterliegenden Park gepfeffert. Alle drängen zum Eingang. Es wird eng. Es wird noch enger. Die vorne stehenden werden gegen die Sperre am Eingang gedrückt. Es kommt fast zu einer Massenpanik.

Na? Erraten? Genau. Wenigstens hat anscheinend jemand der Verantworlichen einen kühlen Kopf bewahrt und die Tore öffnen lassen. Noch zehn Minuten so weiter...Heysel, Sheffield, Volkspark 1979.
Bis man dann auf seinem Platz im Stadion angekommen ist wandelt man noch über einige maschendrahtbehauene Treppen. Eine Atmosphäre wie in St. Quentin oder Alcatraz. Beim rausgehen, bzw. rausdrängeln fiel dann auch noch das Licht aus in dieser Bruchbude. Mannomann...

Gastronomie im Stadion:
Cola und Pølser, wie zu erwarten. Preise? Keine Ahnung. Schön allerdings die Toiletten mit dem Flair und dem Geruch eines osteuropäischen Provinzbahnhofs.

Gästeblock:
Für die ganzen Hamburger war der komplette Unterrang reserviert. Es gab keine Zäune und man konnte gut sehen. Die Zäune wären auch nicht nötig gewesen, da es bis auf eine kläglich gescheiterte One Man Pitch Invasion eines Durchgeknallten keinerlei Zwischenfälle gab (Naja, es gab da natürlich eine Blockinvasion eines gewissen Herrn B., im Hauptberuf Stürmer beim HSV. Den angerichteten Sachschaden kann man auf der Bildergalerie begutachten. Sind Zäune vielleicht doch zu unserem Schutz da?). Eintritt EUR 26.

Stimmung:
Das Stadion ist sehr schön eng, hat ausschließlich Sitze und auf allen Seiten Doppelstocktribünen mit offenen Ecken. Der Heimsupport hat es in sich. Etwas englisch angehaucht, laut und durchgehend. Oftmals macht fast das ganze Stadion mit und außerdem gab es eine saubere Papptafelchoreo. Das war schon mehr als ordentlich was die Kopenhagener da so veranstaltet haben. Sowas (und natürlich der entscheidende Charakter des Spiels) steckt natürlich an und so war auch unser Support eher überdurchschnittlich. Nach dem Spiel war dann nur noch der HSV zu hören (komisch) und das ziemlich laut.

Fazit:
Hat man den Eingangsbereich passiert und überlebt wird man ein schönes und stimmungsgeladenes Stadion erleben. Sehr gut. Und wer auf europäische Metropolen steht und gerne Abhaktourismus betreibt, ist in Kopenhagen auch sehr gut aufgehoben und sollte rechtzeitig anreisen.




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