Lennys Auswärtstest #5: Westfalenstadion Dortmund

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Lennys Auswärtstest #5: Westfalenstadion Dortmund


Anreise:

Mit dem Auto fährt man die A1 bis zum Kreuz Dortmund/Unna und wechselt dort auf den Ruhrschnellweg (alte B1) Richtung Dortmund. Nach einigen Kilometern wird man das Stadion auf der linken Seite erkennen können und sortiert sich auf einen Parkplatz ein. Vom Dortmunder Hauptbahnhof fahren U- (Straßen-) Bahnen bis zur Haltestelle Westfalenstadion (U45). Wer rechtzeitig ankommt kann sich noch auf den Weg in eine Innenstadtkneipe machen. Zu empfehlen sind die Kneipen „Am alten Markt“ in der Fußgängerzone (im Sommer auch draußen) oder ein Pub in Bahnhofsnähe (vom Bahnhof Richtung Innenstadt, Treppe hoch, auf der rechten Seite). Zum Stadion geht es wiederum mit der U45, diesmal von der Haltestelle Kampstraße aus. Obacht: Ca. 1h vor Spielbeginn sind alle Bahnen hoffnungslos überfüllt, denn aufgrund der umsichtigen und weisen Planung der Verkehrsbetriebe werden anscheinend nur Kurzzüge eingesetzt (man hat wohl in der Amtsstube noch nicht mitbekommen, daß sich das Fassungsvermögen des Stadions in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt hat...). Wer also eine Bahn nach der anderen durchrauschen sieht sollte sich mit der Alternative Taxi anfreunden (EUR 8.80h, Fahrzeit 10 Minuten).


Stadion:

Nach mehreren Umbauphasen ist in Dortmund ein Koloß mit einem Fassungsvermögen von 80700 Zuschauern entstanden, darunter 25000 Stehplätze. Vom alten Flair eines Fußballstadions mit großen Stehrängen hinter den Toren ist (zumindest für Gästefans) nicht mehr viel über. An drei Seiten gibt es zwei Ränge, nur die Heimkurve mit 20000 Stehplätzen ist in einem Stück hochgezogen worden. Der Einlaß funktioniert angenehm zügig, auch noch eine halbe Stunde vor Spielbeginn. Positiv auch: Keine Spur von diesen unsäglichen „Arena Cards“.


Gastronomie im Stadion:

Das Bier ist relativ billig (EUR 2,20), hat aber einen Haken: Es gibt Warsteiner. Ich weiß ja nicht welches Gift die da reintun, ich habe aber wieder mal zwei Tage lang Kopfschmerzen gehabt. Aufgefallen ist uns auch eine logistische Großtat. Das Bier an der Hälfte der eh schon viel zu knapp bemessenen Bierstände im Gästebereich (Oberrang) war eine halbe Stunde vor Spielbeginn schon alle...es gab aber noch irgend so ein neohippes Mischgetränk in rauhen Mengen. Hallo? Die WM ist vorbei, die normalen Leute sind zurück!! Zum Essen kann ich mich nicht detalliert äußern, da Nahrungsaufnahme verweigert.


Gästeblock:

Die Gästestehplätze befinden sich auf der Nordtribüne in den Blöcken 60 und 61. Schräg darüber befinden sich die Sitzplätze, in der Nord-Ost Ecke, Blöcke 55 – 59. Aufgepasst: Wir hatten das letzte Mal Karten in Block 59 ganz oben und mußten feststellen, das diese erheblich sichtbehindert sind. Man konnte das Spielfeld zwar noch in weiter Ferne erblicken, durch das schräg abfallende Stadiondach sah man aber die Hälfte der anderen Ränge nicht mehr. Für Leute die sich auch für das Treiben auf den Rängen und die Atmosphäre im Stadion interessieren ein denkbar schlechter Platz. Auch die Sicht auf die Anzeigentafel (neudeutsch: Videowall) war durch Stahlträger versperrt. Preis für solch einen Platz: EUR 22,50.


Heimblock:

Oh je...was für eine miese Stimmung. Da haben die nun eine ganze, riesige Stehplatztribüne mit 20000 Leuten in Biene Maja Verkleidung drauf und man hört sie nicht. Die „schwarz – gelbe – Wand“ (steht peinlicherweise auch noch in großen Lettern über der Tribüne) ist akustisch nur ein kaputter Maschendrahtzaun. Wahrscheinlich hatte man sich das in den Zeiten des Dortmunder Größenwahns mal ganz anders vorgestellt.


Fazit:

Nette Auswärtsfahrt, aber aufgrund des Stadionhypes nicht mehr so authentisch Ruhrpott wie etwa Bochum.


Nachtrag:

Offensichtlich haben sich auch irgendwelche Leute der Abteilung „Eigentumsdelikte“ gedacht, daß das mit der schwarz-gelben-Wand nicht zu stimmen scheint und das Transparent kurzerhand entwendet.



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